Kirche S. Maria
delle Grazie
Von Anfang an (1512 -
1543) war sie Kathedrale von Massa Lubrense bis 1797. Bischof Bellotti liess die
Kirche 1760 vollständig umbauem und den anliegenden Bischofspalast erstellen.
Sie präsentiert sich als dreischiffige Kirche mit Querschiff und Absiden. Unter
den reichhaltigen Kunstwerken befinden sich Bilder von Cardisco und Negroni. Die
Sakristei hat wertvolle Möbel des 18. Jahrh. Die ovalen Bilder zeigen Bischöfe
von Massa Lubrense.
Konvent und Kirche S. Francesco
Die Kirche, ursprünglich
S. Maria della Sanitä genannt, und auch der benachbarte Turm, wurden 1582 durch
Spenden der adeligen Familie Liparulo erstellt. Die beiden Gebäude wurden später
dem Konvent einverleibt. Heute wohnen hier Mönche des Ordens der Padri Minimi.
Der Majolica fussboden der Kirche und der Sakristei stammt aus dem 18. Jahrh.
Unter den Kirchenschätzen befindet sich eine wertvolle Holzstatue Mariens des
15. Jahrh.
Kirche S. Maria
della Lobra
Diese, aus dem 16. Jahrh.
stammende Kirche, gehört zu den schönsten Kirchen der sorrentinischen
Halbinsel. So findet man hier eine kunstvoll gearbeite Kasettendecke und eine
Einrichtung des 16. und 18. Jahrh, einen Majolikafussboden und einen wertvollen
Marmoraltar. Bemerkenswert ist ein Holzkreuz, befestigt auf dem Altarbild, aus
dem 16. Jahrh.
Kirche S. Maria
Annunziata
Erstmals im 14. Jahrh.
errichtet und später mehrfach umgebaut, sieht man heute den Bau des 18. Jahrh.
Die reiche Kirchenausstattung, der Fussboden und der Altar mit fein gearbeiteten
Marmorintarsium lohnen den Besuch. Im anliegenden Konvent gibt es ein kleines
Museum mit den Kirchenschätzen.
Kirche S. Teresa
Gerade erst renoviert, präsentiert
sie sich mit der eleganten Fassade von 1689. Die schönen Stuckarbeiten und der
Majolikafussboden stammen aus den 18. Jahrh. In dem zugehörigen Gebäude der
Karmeliterinnen wird eine bedeutende Kollektion von ca. 100 Büsten und Armen
aus Holz aufbewahrt, die Reliquien von Märtyrern aus frühchristlicher Zeit
enhalten und aus römischen Katakomben stammen.
Hügel und Kloster Il Deserto
Die grandiose Aussicht über
die beiden Golfe von Neapel und Salerno haben das Kloster berühmt gemacht. Im.
18. Jahrh. war es als Etappe der Gran Tour bekannt. Nach der jüngst erfolgten
Restaurierung hat der Komplex seinen alten Glanz zurück bekommen.
Konservatorium SS. Rosario
Zu dem im 18. Jahrh.
entstandenen Kloster gehört eine Kirche, die über eine Freitreppe mit zwei
halbkreisförmigen Rampen erreicht werden kann. Der Majolikafussboden der Kirche
und des Klosters mit einer Einlegearbeit, die dem bekannten neapolitanischen
Keramiker Chiaiese zugeschrieben wird, lohnt den Besuch. Besuchserlaubnis im
Kloster erfragen.
Kirche S. Maria
della Misercordia
Gerade restauriert, präsentiert
sich diese Kirche mit einem schönen Majolikafussboden , Stuckarbeiten und
Malereien des 18. Jahrh. In der Kirche findet sich ein Meisterwerk von Guido
Reno, die hl. Familie darstellend. Der Künstler schenkte es der Familie De
Curtis.
Kirche S. Agata
Die Kirche aus dem 16.
Jahrh. im Baustil der Spätrenaissance beherrbergt einen wertvollen Altar, der
der florentinischen Schule zugeschrieben wird. Es handelt sich um feinste
Intarsienarbeit mit Perlmutt-Lapislazuli-Malachit und Marmoreinlagen,
einzigartig im neapolitanischen Raum.
Kapelle S. Costanzo
Der höchste Hügel des
Gebietes um Massa Lubrense hat zwei Spitzen. Auf der östlichen (486 m) befindet
sich die kleine Kapelle aus dem 16. Jahrh. Von hier aus hat man eine herrlich
Aussicht auf die beiden Golfe von Neapel und Salerno. Die andere Spitze ist
nicht zugänglich , der Wanderweg führt jedoch aussen herum und bietet
grandiose Ausblicke auf Capri.
Punta della
Campanella
Spitze der Halbinsel von
Sorrent und Scheitelpunkt der Golfe von Neaapel und Salerno. Die Entfernung zu
Capri beträgt 5 km. Hier befand sich der griechische Tempel der Athena (auch Athenaion
genannt) der später der römischen Göttin Minerva gewidmet wurde. (Promontorium
Minervae) Die wenigen noch sichtbaren Reste gehören jedoch zu einer römischen
Villa des 1. - 2. Jahrh. Der Turm, Torre Minerva genannt, wurde 1334 erbaut und
1657 restauriert.
Exkollegium der
Compagna di Gesù e Torrione
Wurde zu Beginn des 17.
Jahrh. auf den Mauerresten der königlichen Villa von Johnna I d‘Anjou
errichtet. Die mächtige Mole erhebt sich auf dem antiken Haus von Guarrazano,
Namensgeber für das ganze Viertel. Der Verbindungsbogen trägt den Namen il
Torrione .
Der Ceriglio
Seit dem 15. Jahrh.
Residenz der Familie De Martino, Ferrante De Martino, genannt Rachione, gab dem
ganzen Viertel diesen Spitznamen. Hier findet man einen schönen Säulengang aus
Tuffstein mit Marmorbüsten und einen Brunnen. Die Kapelle S. Giovanni wurde im
17. Jahrh. angebaut.
Kastell von Massa
Von diesem Kastell auf
dem Hügel (14. - 17. Jahrh.) sieht man heute nur noch den zylindrischen Turm
und Reste der Bastion und der Zisterne. Ausserdem hat man noch Reste vier
anderer Bastinonen gefunden, die verbunden mit der Stadtmauer, Massa im 14.
Jahrh. umgaben. Nach der Belagerung durch die Türken 1558 wurde die Stadtmauer
erneuert.
Villa Rossi
Wegen Ihrer Lage gegenüber von Capri wählte Giochino Murat, König von Neapel, diese Villa aus, um die Belagerung Capris durch seine Truppen beobachten zu können. Hier wurde ebenfalls die spätere Kapitulation der napoleonischen Truppen unterschrieben. Auf englischer Seite durch Hudson Lowe, Napoleons späterer Kerkermeister auf der Insel S. Helena.
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