In diesem Teil der
Halbinsel von Sorrent bildet die Landwirtschaft , ausser das sie die Schönheit
der Landschaft unterstreicht, die Grundlage für Produkte von höchster Qualität.
Hier produziert man Zitonen, Öl , Wein und Käse, deren ausserordendlich guter
Geschmack nicht nur in Italien sonern auch in ganz Europa geschätzt wird.
Die günstige Lage, die
fruchtbare Erde, die milden klimatischen Bedingungen sowie der tradizionelle
Anbau erlauben es auf grossen Terrassen Zitronen anzupflanzen. Diese
Zitronensorte findet man nur hier.
Die Plantagen werden
durch die charakteristischen Pagliarelle
gegen kalte Winde, Hagelschlag, und eventuelle Niedrigtemperaturen im Winter
geschützt. Hierbei handelt es sich um Matten aus Weizenstroh, die von November
bis März auf die aus jungen Kastanienbäumen hergestellten Pergolen gelegt
werden.
Die hiesigen Zitronen
(Femminello sorrentino) unterscheiden
sich von denen der amlafitanischen Küste (Sfusato
amalfitano) in der dünneren Schale und dem ausgeprägteren Aroma. Schon im
19. Jahrh. wurden sie nach den USA und England exportiert; sie wurden wegen des
hohen Vitamin - C - Gehaltes geschätzt.
Heute werden sie ausser
zum Verzehr in erster Linie zur Produktion des Zitronenlikörs, des Limoncello,
benötigt, der aus der Zitronenschale hergestellt wird. Typisch ist auch die
Herstellung anderer Likörarten mit den charakteristischen Mittelmeeraromen wie
der Mirto,der Finocchietto, der Carubo und der Lauro.
Aus den roten und weissen
Trauben der sonnig gelegenen Weinberge wird ein aromatischer Wein gekeltert, der
ausgezeichnte zu den typischen lokalen Gerichten mundet.
In schattigen Gebieten
finden sich Kastanienanpflanzungen, die vorwiegend zur Holzproduktion genutzt
werden, eben für die Pergolen der Zitronengärten.
In mittleren Höhenlagen
und den weniger fruchtbaren Tälern gibt es silbrige Olivenhaine. Vermutlich
gab es schon immer Olivenbäume in diesem Gebiet, so trifft man auf Jahrhunderte
alte Exemplare. Antike hier aufgefundene Schriften sprechen Opfergaben in Form
von Öl , die schon in griechisch-römischer Zeit der Göttin Minerva
dargebracht wurden.
Das hier gepresste Öl
ist von besonders gutem Geschmack und Geruch und unterscheidet sich deutlich von
Ölen anderer Regionen. die Europäische Union hat es deshalb mit dem Prädikat
DOP (geschützte Ursprungsbezeichnung) ausgezeichnet.
Aus der Milch, der in
dieser Zone gehaltenen Kühe, werden in lokalen kleinen Käsereien zwei typische
Käsesorten produziert, die ebenfalls das geschützte Markenzeichen der Europäischen
Union tragen. Es handelt sich um den bei den Neapolitanern äusserst beliebten Treccia (ein zum verschlungenen Brezel verabeiteter Frischkäse,
ähnlich dem Mozzarella) und den Caciocavallo
(ein leicht abgelagerter Käse, in Birnenform gebracht). Dieser Name leitet sich
ab von Käse, (caci) die zu zweit an
einander gebunden sind und zum Ablagern über einen Stab gehängt werden. (a
cavallo)
Ausser
diesen Handelsprodukten werden in den vielen Gemüsegarten ausserhalb der
Ortszentren Tomaten, Auberginen, Zucchini, Bohnen und vieles mehr nicht nur für
den Hausgebrauch angebaut. Dieses Obst und Gemüse bildet die Basis der
ausgezeichnten lokalen Küche und wird auch in den zahlreichen Trattorien und
Restaurants serviert.
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